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NEXUS LEGAL · FORENSIK-ENGINE

Deterministisches Forensik-Audit — Architektur offengelegt.

Technischer Rundgang, wie die Engine eine Sitzung öffnet, ihre Module lädt, ihre eigenen Schlussfolgerungen angreift und das Ergebnis versiegelt. Keine Black Box. Keine probabilistischen Abkürzungen.

1 · WIE EINE SITZUNG GEÖFFNET WIRD

Ein typisierter Header, kein freier Prompt.

Jede Bearbeitung startet mit einem strukturierten Header, der den Scope festlegt, bevor ein Modell ein Dokument sieht. Genau das beseitigt die Copilot-Ambiguität.

SITZUNG
Eindeutige deterministische Fall-ID (Audit-Trail-Anker).
JURISDIKTION
Land + Rechtsfamilie (z. B. ES · Zivilrecht / UK · Common Law).
BRANCH
Domäne: Steuer · Corporate · Prozessual · Regulierung · Commodities · AML…
MODUS
Perspektive: defensiv · offensiv · neutrale Due Diligence.
DOKUMENTE
Geordnete Eingabeliste mit Seitenzahl und Klassifikation.
ZEITSTEMPEL
ISO 8601 Sitzungsstart, vor Analyse festgelegt.
AUSGANGSSTAND
ANALYSE BEREIT · DOKUMENTATION AUSSTEHEND · BEDINGTE ANALYSE.

2 · GELADENE MODULE

Obligatorische Safeguards + adaptive Module pro Branch.

Drei Module laufen immer. Der Rest wird deterministisch aus dem Header aktiviert. Das Modell wählt nie selbst aus, was geladen wird.

Obligatorisch (immer aktiv)

  • MODULE-AUDITTRAILAKTIV

    Erfasst jeden Schritt für forensische Rekonstruktion.

    Immer aktiv

  • MODULE-OUTPUTAKTIV

    Erzwingt das typisierte Output-Schema und Zitate.

    Immer aktiv

  • MODULE-SAFEGUARDSAKTIV

    Blockiert bekannte Halluzinationsmuster an der Quelle.

    Immer aktiv

Adaptiv (vom Header aktiviert)

  • MODULE-FISCALAKTIV

    Steuerrecht, Verfahrensfristen, Doktrin.

    BRANCH = Steuer

  • MODULE-LEGALAKTIV

    Gesetz und Rechtsprechung — Kreuzabgleich.

    Jede juristische Branche

  • MODULE-PROCESALAKTIV

    Verwaltungs- und Gerichtsfristen.

    Prozessuale Branches

  • MODULE-DDAKTIV

    Due-Diligence-Scoring gegen gelieferte Dokumente.

    Zweites Dokument oder Vorbericht geliefert

3 · ADVERSARIALER FLUSS

Layer A → Node A → Node B → Node C

Die Unrichtigkeitsvermutung ist kein Slogan, sondern eine Pipeline. Jede Schlussfolgerung muss eine adversariale Prüfung überstehen, bevor sie den Mandanten erreicht.

  1. 1. Layer A

    Literales Ursprungssubstrat

    Aus den Eingabedokumenten extrahierter Text, seiten- und zeilenverankert. Alles darüber muss hierhin rückverfolgbar sein.

  2. 2. Node A

    Analyst

    Erstellt den Gutachten-Entwurf mit einer Certainty-Kennzeichnung auf jeder Aussage (L1–L5). Muss auf Layer A verankern oder die Lücke selbst deklarieren.

  3. 3. Node B

    Validator (adversarial)

    Wendet die Unrichtigkeitsvermutung an. Gibt typisierte Findings (H-NNN) mit Schweregrad aus. Bei einem [R] ERROR kippt das Urteil auf NICHT KONFORM → KORRIGIEREN UND NEU EINREICHEN.

  4. 4. Node C

    Red Team (Gegenpartei)

    Prüft das überlebende Gutachten als feindlicher Gegenanwalt erneut: greift jede Schlussfolgerung an, sondiert die schwächsten Glieder und bringt die Gegenargumente hervor, die ein Gericht oder Gegner vorbringen würde. Jeder Knoten ist gegen jeden KI-Anbieter austauschbar. Findings, die standhalten, werden dem Mandanten samt Restrisiko berichtet — nicht verschwiegen.

Isolations- und Fortsetzungsregel

Wenn Layer A leer zurückkommt (Dokumente ohne extrahierbaren Text oder unlesbare Scans), wird der betroffene Abschnitt als [L5-V] KRITISCH markiert und isoliert. Die restliche Analyse läuft gegen das, was tatsächlich lesbar ist. Die Engine interpoliert nie Inhalte aus einer leeren Quelle.

4 · CERTAINTY-SKALA

L1–L5: Jede Aussage trägt ihre eigene Einstufung.

Statt einer freien Zusammenfassung kennzeichnet die Engine jede Aussage mit einem Certainty-Code. Der Leser weiß genau, auf welchem Terrain jeder Satz steht — und wo er widersprechen kann.

CodeLabelBedeutung
[L1]LiteralVerbatim-Text des gelieferten Dokuments (Layer A).
[L2-J]RechtsprechungRechtsprechungszitat gegen die offizielle Quelle verifiziert.
[L3]Anwendbare NormAllgemein anwendbare Norm, Referenz angegeben.
[L3-NV]Verifiziert, nicht wörtlich zitiertNorm gegen offizielle Quelle verifiziert, aber in der Sitzung nicht wörtlich zitiert.
[L4]InferenzSchritt abgeleitet aus vorherigen [L1]/[L3], nicht unabhängig verifiziert.
[L5-V]Dokument-VakuumKritische Lücke: erwarteter Quellinhalt fehlt oder ist unlesbar.
[L5-P]PräventivfristMögliche Verfahrens-/Rechtsfrist noch nicht verifiziert — Alarm aktiv.
[L5-C]Config-LückeTeil des Headers nicht bestimmbar — Modul-Scope eingeschränkt.

5 · URTEILSPROTOKOLL

Drei kanonische Ausgänge.

Node B schließt die Sitzung mit einem von drei typisierten Urteilen. Der Mandant erhält zuerst das Urteil, danach die Begründung — nie eine Erzählung mit versteckter Schlussfolgerung.

TOTALER KONSENS

URTEIL: KONFORM · EMPFEHLUNG: FORTFAHREN

Node A und Node B stimmen in jedem Finding überein. Die Aussagen sind innerhalb der deklarierten Certainty-Level auf Layer A verankert. Einsatzfähig.

DISKREPANZ ERKANNT

URTEIL: NICHT KONFORM · EMPFEHLUNG: KORRIGIEREN UND NEU EINREICHEN

Node B meldet mindestens ein [R] ERROR-Finding (z. B. unverifizierte Aussage, kontaminiertes Zitat). Node A muss mit strengeren Anweisungen neu ausgeführt werden, bevor geliefert wird.

BEDINGTE ANALYSE

URTEIL: BEDINGT · EMPFEHLUNG: DOKUMENTATION VERVOLLSTÄNDIGEN

Das substanzielle Gutachten kann ohne weitere Eingabe nicht fortgesetzt werden (leerer Layer A, fehlendes Dokument, Config-Lücke). Die Engine liefert exakt zurück, was fehlt.

Finding-Format (H-NNN)

Jede von Node B gemeldete Diskrepanz folgt demselben Schema. Keine versteckten Vorbehalte, keine ausweichende Prosa.

ID
H-[NNN]
Schweregrad
[R] ERROR · [!] DISKREPANZ · [i] BEOBACHTUNG
Beschreibung
Kurz, gegen Layer A verifizierbar.
Impact
Kritisch · Operativ · Informativ.
Empfehlung
KORRIGIEREN UND NEU EINREICHEN · FORTFAHREN · PRÜFEN.

6 · REFERENZRAHMEN

Risk-, Contract- und Legal-Tech-Rahmenwerke, gegen die sich die Engine ausrichtet.

Die Engine ist nicht selbstreferenziell. Jedes Modul wird gegen einen externen, öffentlich auditierbaren Rahmen gebaut. Compliance-Officer können unseren Output auf ihr bestehendes Control-Set abbilden.

7 · INTEGRITÄTSSIEGEL

Jede Sitzung schließt mit einem kryptographischen Integritätssiegel.

Nach der Urteilsausgabe von Node B wird das gesamte Artefakt mit einer geschlüsselten HMAC-SHA256-Signatur versiegelt. Jede nachträgliche Änderung — selbst ein einziges Zeichen — bricht das Siegel und ist nachweisbar; das Siegel kann auf Anfrage vom ausstellenden System neu verifiziert werden. (Auf der Roadmap: qualifizierte eIDAS-Zeitstempel über einen akkreditierten QTSP.)

Algorithmus
HMAC-SHA256 (geschlüsselt)
Zeitstempel-Format
ISO 8601 mit ms (YYYY-MM-DDThh:mm:ss.sssZ)
Hash-Länge
64 hexadezimale Zeichen
Neuverifizierung
Auf Anfrage vom ausstellenden System

NEXUS LEGAL

Übertragen Sie diese Architektur auf Ihre Fall-Pipeline.

Buchen Sie eine 30-minütige Session mit unserem Engineering-Team. Bringen Sie ein Dokument mit (oder beschreiben Sie es abstrakt) und wir zeigen, wie die Engine die Sitzung öffnet, die Module lädt und das Urteil schließt.

Dokumentation von KI erzeugt; stellt keine Rechtsberatung dar. Quantum Nexus Ventures FZCO.